Sind Blogs Motoren oder Bedrohung für die Demokratie?

Abschlussarbeit von Sarah Genner an der Uni Zürich mit dem Titel “Politik 2.0 - Sind Blogs Motoren oder Bedrohung für die Demokratie?”:

Abstract
Wichtigste Resultate
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Kommentare

3 Kommentare zu “Sind Blogs Motoren oder Bedrohung für die Demokratie?”

  1. Echo der Blogosphäre auf «Politik 2.0»-Studie « Blogs und Politik schrieb am 5. Dezember 2007 um 11:19:46

    [...] Freie Netze: Sind politische Blogs Motoren oder Bedrohung der Demokratie? [...]

  2. Alexander schrieb am 10. Juni 2008 um 01:27:22

    Blogs sind weder Motoren noch eine Bedrohung für die Demokratie. Durch Blogs erhalten Bürger eine Stimme und können ihre Meinung kundtun. Leser der Blogs können dann wiederum Kommentare dazu abgeben. Das Fördert den Meinungsaustausch und kann obendrein noch informativ sein. Gerade bei einer Demokratie ist der Dialog zwischen Bürgern wichtig.

  3. Markus schrieb am 10. Juni 2008 um 03:15:48

    Kein Widerspruch. Hinzufügen sollte man aber: Blogs können ebenso auch Fragmentierungsprozessen Vorschub leisten und eine demokratische Diskussion nach dem Ideal der Beteiligung aller, verhindern. Die deutsche Blogosphäre leidet z.B. daran, dass ein zu frühzeitiger Differenzierungsprozess stattgefunden hat und große “verbindende” politische Blogs kaum existieren, sieht man mal von den gelegentlichen Spreeblick Bemühungen ab.

    Ein demokratischer Dialog (s.o) ist in einem solchen gedanklichen Modell nicht mehr möglich. Blogger und Gesellschaft reden gewollt aneinander vorbei, weil Lebenswelten und Möglichkeit an einen Internetanschluss zu kommen, zu unterschiedlich verteilt sind (wie im Iran, oder einer Demokratie in der die “soziale Schere” zu weit auseinander gegangen ist.

    Eine solche Situation birgt natürlich auch die Gefahr der Kanalisierung und Instrumentalisierung von Blogs. So beziehen sich die meisten Blogger (ich auch) auf verhältnismäß wenige Quellen, die wenn sie von bestimmen Organisationen oder vom Staat gesteuert werden mit Hilfe von Blogbeiträgen (mit eingebundenen Propagandavideos usw.) eine enorme internationale Austrahlung erreichen. Ein bisschen so wie Liveblogging vom Reichsparteitag.

    Ein Blog ist auf der Individualebene ein Werkzeug, das man auch als Waffe verwenden kann. Ebenso wie man mit einem Messer Radieschen schneiden oder den Nachbar umbringen könnte. Auf der Aggregatebene ist die Wirkung von Blogs hingegen diffus. Es kann eine progressive Bewegung geben, muss aber nicht. Es kann starker Einfluss der herrschenden Meinung zu finden sein, muss aber nicht, ist aber sehr wahrscheinlich in einer Informationsökonomie.

    Da dieses diffuse Werkzeug nun jedem zur Verfügung steht, sollten wir es aufheben und im Zweifelsfall auf den richtigen schmeißen, wie der Neandertaler den Stein.

    So einfach und dumm ist das leider.

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