Metallica und das Internet

Es ist ja bekannt, dass die amerikanische Metalband das Internet nicht versteht und allen Nutzern, die sich an ihren Werken “vergehen”, schon seit jeher an den Kragen will. Umso erstaunlicher ist es, dass ausgerechnet Metallica angekündigt hat, das neue Album DRM-frei veröffentlichen zu wollen.

Man könnte also glauben, sie hätten von anderen gelernt das Internet für innovative Vermarktungsmodelle zu nutzen. Leider trifft das nicht ganz zu, so veranlassten sie die Rücknahme sämtlicher Reviews von Journalisten und Bloggern, die sie selbst eingeladen hatten über das neue Album zu schreiben. Sehr irritierend ist auch, dass sich unter den Reviews gar kein explizit negativer befand

Das Fazit kann also nur sein, dass Metallica fortfährt sich zutiefst irrational zu verhalten, ganz im Gegensatz zu den Fans, die von jeher die beste verfügbare Technologie nutzen, um an die Musik zu gelangen.

Es gibt kaum ein besseres Beispiel für die Inkonsequenz, nicht nur der Musikindustrie, sondern auch der Musiker selbst. Wahrscheinlich wird es nicht mehr lange dauern und wir werden auch in Deutschland keine peinlichen Briefe an der Kanzlerin mehr sehen, sondern erste Formen der überdachten Selbstvermarktung.

Ich wage mal zu prophezeien, dass das dann dennoch ähnlich albern aussehen wird, wie bei Metallica schon seit langer Zeit:

(via)

 

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