Auf dem Weg zu einem konstruktiven Kapitalismus?

In diesem Vortrag, der im Rahmen der Daytona Sessions in Stockholm gehalten wurde, malt sich Umair Haque einen konstruktiven Kapitalimus aus, dessen Leitbild das kreative, demokratische und sozial verantwortliche Internet StartUp ist. Dergleichen hat man auch schon anderswo gehört, aber sein Keynote Charme lässt die Idee der Selbstverpflichtung von Unternehmern auf selbstgewählte Prinzipien verhältnismässig attraktiv erscheinen.


Umair Haque @ Daytona Sessions vol. 2 - Constructive Capitalism from Daytona Sessions on Vimeo.

Tags:,

Lawrence Lessig bei Charlie Rose

Tags:, ,

Bilder der Wahlnacht unter CC

Die Bilder der Wahlnacht, auf welchen man Barack Obama mit Familie sieht, wurden auf Flickr unter CC-Lizenz veröffentlicht.

[via]

Tags:,

Wiki the Law

Ich unterstütze die Idee von Telemedicus mit Hilfe eines Wikis einen Alternativentwurf des Telemediengesetzes (TMG) zu erarbeiten. Wer an dem Projekt interessiert ist, findet Infos im Wiki oder kann sich in die Mailingliste eintragen.

Tags:, ,

Endnote vs. Zotero - Literaturverwaltung geht auch anders

Im vergangenen Monat haben wir uns im Rahmen der Free Culture Conference auf folgende Prinzipien geeinigt:

Free Culture an der Universitaet heisst:

  1. freier Zugang zu wissenschaftlichen Materialien (Open Access)
  2. freie Lern- und Lehrmaterialien (Open Educational Resources)
  3. Freie Software und offene Formate statt proprietäre Loesungen
  4. Universitaere Patente dienen dem Allgemeinwohl (Freie Software, Medikamente, …)
  5. Freier und nicht gefiltert oder zensierter Zugang zum Internet

Im Folgenden kommt es mir vor allem auf den dritten Punkt an:

Bislang war mir gar nicht bewusst, dass es mit Zotero eine Open-Source Alternative zu dem Literaturverwaltungsprogramm Endnote gibt, das in der Einzelplatzversion zu nicht gerade studentenfreundlichen Preisen zu haben ist und außerhalb von Universitäten und Forschungseinrichtungen vermutlich kaum genutzt wird.

Für die Universitäten stellt der Erwerb der Lizenzen eine Anschaffung dar, die nur von bestimmten Einrichtungen (mit dem entsprechenden Kleingeld) getätigt wird, was dazu führt, dass einigen Studenten in Deutschland die Software zu Verfügung steht, anderen hingegen nicht. Hinzu kommt, dass die Entwicklung in der computergestützen Literaturverwaltung in privaten Händen verbleibt, obwohl es sich dabei um etwas für die Wissenschaft essentielles handelt, was meiner Ansicht nach in der Universität stattfinden sollte.

Umso problematischer ist es, dass die Entwickler von Zotero vom Center for History and New Media der George Mason University gerade vom Eigentümer von Endnote auf 10 Millionen Dollar verklagt wurden, wie auf Slashdot zu lesen ist:

Thomson Reuters, the owner of the Endnote reference management software, has filed a $10 million lawsuit and a request for injunction against the Commonwealth of Virginia. Virginia’s George Mason University develops Zotero, a free and open source plugin to Mozilla Firefox that researchers may use to manage citations. Thomson alleges that GMU’s Center for History and New Media reverse engineered Endnote and that the beta version of Zotero can convert (in violation of the Endnote EULA) the proprietary style files that are used by Endnote to format citations into the open CSL file format.”

Was die Klage angeht, teile ich die Ansicht von Nelson Pavlovky von FreeCulture.org, der meint, dass sich Firmen, die es nötig haben ihre Kunden zu verklagen, ohnehin auf dem absteigenden Ast befinden:

It seems to me that if any universities are paying for site licenses for Endnote they should join George Mason University in refusing to renew their Endnote license and instead direct funds towards supporting Zotero development (or other developing open source citation management systems). Companies that sue their customers are usually on their way out anyway, it’s time to get off of the sinking ship and prepare for the future. The person who sent out the e-mail about the decision to the GMU community was John G. Zenelis, the “University Librarian/Associate Vice-President, Information Technology”… there may be someone with a similar position at your school who you could talk to. Why not try talking to your university librarian(s) today about transitioning your school from Endnote to Zotero?

Zu den einzelnen Details der Klage kann ich natürlich wenig sagen. Jedoch glaube ich, dass an der Position von Nelson etwas dran ist und wir als Studenten Alternativen zu der Vielzahl von kommerziellen Programmen finden müssen, die uns an den Universitäten um die Ohren geschlagen werden.

Zudem muss auch für Menschen die nicht eingeschrieben sind oder die nicht in der Forschung tätig sind, die Möglichkeit bestehen, auf moderne wissenschaftliche Hilfsmittel zurückzugreifen. Unabhängig davon, ob sich dabei lediglich um Office-Software, Statistikprogramme oder eben um Literaturverwaltung handelt.

Man darf deshalb gespannt sein, wie das Verfahren ausgeht und bis dahin fleißig das wirklich einfache Firefox-Plugin Zotero nutzen.

Tags:, , ,

A Shared Culture

Es gibt ein neues, großartiges Video das für Creative Commons wirbt. Erstellt hat es Jesse Dylan, der bereits für Barack Obama das Yes We Can Video gemacht hat. Zu sehen sind u.a. Joi Ito, Lawrence Lessig, James Boyle, Hal Abelson etc.

[via]

Tags:, , ,

Bayern 2 artmix.gespräch - Medienkunst und digitale Kultur

Beim Durchstöbern der Bayern 2 Podcasts sind mir einige interessante ältere Beiträge aufgefallen u.a. ein übersetztes Interview mit Lawrence Lessig, indem er - wie ich finde - fast noch klarer argumentiert als in seinen Free Culture Talks.

Lawrence Lessig - Info

Volker Grassmuck - Info

Jeanette Hoffmann - Info

Felix Stalder - Info

Tags:, , , , ,

Junkspace - Kommerzialisiertes Design

Auf der Suche nach einem neuen Design für diese Seite habe ich mir endlos Cascading Style Sheets (CSS) (in Verbindung mit HTML und XML) angesehen, die bestimmen wie ein ausgezeichneter Bereich einer Webseite aussehen soll.

In meinem Kopf hat sich dabei die Idee festgesetzt, das gerade die schönsten Ansätze modernen Webdesigns etwas fördern, das der niederländische Architekt Rem Kohlhaas als Junkspace bezeichnet:

“If space junk is the human debris that litters the universe, junkspace is the residue mankind leaves on the planet. The built (more about that later) product of modernization is not modern architecture but junkspace. Junkspace is what remains after modernization has run its course, or more precisely, what coagulates while modernization is in progress, its fallout. Modernization had a rational program: to share the blessings of science, universally. Junkspace is its apotheosis, or meltdown. … Although its individual parts are the outcome of brilliant inventions, hypertechnical, lucidly planned by human intelligence, imagination, and infinite computation, their sum spells the end of Enlightenment, its resurrection as farce, a low-grade purgatory.

Indem immer komplexere Strukturen für die Plazierung von Werbeanzeigen entwickelt werden, reproduziert sich die Karikatur des öffentlichen Raums in der realen Welt (das Einkaufszentrum) auch im virtuellen Raum.

Weiterlesen

Tags:, , ,

Nächste Seite »

blogoscoop