Twitter und die Bombenanschläge in Bangalore

Neben verbesserter Abstimmung durch Twitter während Naturkatastrophen (wie in China) , findet das Microblogging-Tool auch Anwendung in der Liveberichterstattung:

Mukund Mohan, a technology entrepreneur, has been reporting on the events using microblogging tool, Twitter. He is in Bangalore and has been constantly updating his Twitter feed with the latest information on the blasts. You can follow his Twitter feed here. Another good way of following what is happening is to use Twitter Search (formerly Summize).

(via)

Tags:, ,

Rundfunkpolitik: Vorstöße in die Vergangenheit

Ich schreibe derzeit eine Hausarbeit zum Thema Rundfunkpolitik und habe deswegen wenig Zeit zum bloggen. Vielleicht hätte ich dies aber machen sollen, da ich zur Zeit von der Realität überholt werde, wenn ich Heise richtig verstehe:

In Bayern sollen Streaming-Angebote im Netz unter bestimmten Bedingungen künftig als Rundfunk gelten und nur mit einer Sendelizenz erlaubt werden. Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat am vergangenen Donnerstag eine entsprechende Änderung seiner Fernsehsatzung verabschiedet. Im Kern geht es hierbei um eine Regulierung von Video-Streaming-Angeboten, wie sie mit Diensten wie Mogulus oder Netviewer.com möglich sind. Nach dem Willen der BLM sind demnach im “Streaming-Verfahren verbreitete” Angebote genehmigungspflichtig, wenn sie 500 bis 10.000 gleichzeitige Zugriffe ermöglichen und “programminhaltlich keine Bedenken bestehen”. Bei über 10.000 gleichzeitigen Zugriffsmöglichkeiten ist ein Organisationsverfahren wie bei einem normalen Kabelprogramm unter den Voraussetzungen des § 10  Abs. 2 und 3 der Fernsehsatzung notwendig.

Die Bayerische Landesmedienanstalt für neue Medien nimmt damit die Änderungen des Rundfunkstaatsvertrags vorweg, wie Christiane Schulzki-Haddouti in ihrem eigenen Blog schreibt.

Mir kommt das Ganze schon deswegen abstruß vor, da gerade von unionsgeführten Ländern das Argument der “Frequenzknappheit” im Zuge der Einführung des privaten Rundfunks in den achtzigern ad Absurdum geführt worden ist. Die Möglichkeit Streaming-Angebote umzusetzen, erfordert heute wenig finanziellen Aufwand und wird daher vielfach genutzt. Die Notwendigkeit eine Lizenzierung vorzunehmen, kommt aus einer anderen Welt.

Man erreicht auf diese Weise nur, dass derartige Angebote nicht auf bayerischem Boden gehostet werden, was jedem wirtschaftlichen Verständnis widerspricht, das in Landesmedienanstalten aber ohnehin nicht zu suchen ist.

Vielmehr spielen in solchen Gremien parteipolitische Erwägungen eine Rolle, wie sie in der Rundfunkpolitik allengegenwärtig sind. Die großen Parteien haben kein Interesse aus dem Status Quo der Berichterstattung über die Landtagspolitik auszubrechen. Jedoch wird es genau dazu früher oder später kommen, da eine vernetzte Welt diese Art der Einigelung nicht zulässt. In Zukunft wird Wahlkampf nicht nur mit Sendeminuten gemacht, sondern auch mit der technischen Artikulationsfähigkeiten der Parteien, die bislang sehr zu wünschen übrig lässt.

Die Regulierung neuer Medien kann in absehbarer Zeit allenfalls durch Verbotsregeln erfolgen. Für die Zukunft besteht wissenschaftlicher Nachholbedarf, um tragfähige Regulierungskonstrukte entwickeln zu können.

Gegenwärtige Regelungen führen nicht nur zu Rechtskollisionen, sondern geradewegs ins Chaos, weil die Steuerungseffizenz in der realistischen Regulierung neuer Medien so stark zu wünschen übrig lässt.

Im Übrigen könnte man sich kurzfristig den Aufwand sparen, wenn sich sowohl der Bayerische Rundfunk als auch die Parteien ein wenig internetaffiner zeigen würden.


Tags:, ,

Die Evolution des Cyberverbrechens

In einem interessanten Artikel schreibt die FTD über Cyberkriminialität, die sich durch Infrastruktur in bestimmten Ländern regelrecht den Status einer Parellelwirtschaft erworben hat. Dabei handelt es sich heute meistens um spezialisierte Gruppen, die mit einfachen Trickbetrügern kaum noch etwas gemein haben. Die Opfer sind bevorzugt Manager, die Umsätze enorm. Es wundert deshalb auch kaum, wie viel sie mit ihren Opfern gemein haben:

Trojaner werden nun mit automatischen Updates und Erfolgsgarantie angeboten: Wird das Programm innerhalb der Garantiezeit entdeckt, gibt’s das Geld zurück. Großkunden bekommen Abschläge, Kundenbefragungen bitten auf den Onlineportalen um Feedback, und über Instant Messenger können Interessenten direkt mit den Händlern Kontakt aufnehmen. Auf Wunsch basteln die Entwickler auch Schadsoftware, die auf einzelne Unternehmen zugeschnitten ist - gegen Aufpreis, versteht sich. Qualität hat eben ihren Preis.

Aber ich will nicht den ganzen Artikel vorausnehmen. Wer “Erfahrungen” mit bestimmten Webseiten gemacht hat, dem empfehle ich diese auf stopbadware.org eintragen, um so vielleicht anderen dieses Schicksal zu ersparen. Dort gibt es auch Tipps wie man die eigene Seite absichern kann.

(via)

Tags:, , , ,

Identi.ca: OpenSource Twitter?

Identi.ca soll eine OpenSource Twitteralternative unter Creative Commons Lizenz sein. Hört sich fast zu schön an, um wahr zu sein. Vielleicht funktioniert ja sogar der Reply-Button..

How is Identi.ca different from Twitter, Jaiku, Pownce, Plurk, others?

Identi.ca is an Open Network Service. Our main goal is to provide a fair and transparent service that preserves users’ autonomy. In particular, all the software used for Identi.ca is Free Software, and all the data is available under the Creative Commons Attribution 3.0 license, making it Open Data.

The software also implements the OpenMicroBlogging protocol, meaning that you can have friends on other microblogging services that can receive your notices.

The goal here is autonomy — you deserve the right to manage your own on-line presence. If you don’t like how Identi.ca works, you can take your data and the source code and set up your own server (or move your account to another one).

[via]

Tags:, , ,

TOR für Bamberg

Ich wusste gar nicht, dass Bamberger Studenten am TOR-Projekt mitarbeiten. Wer genauer wissen will, worum es dabei geht, kann sich den Beitrag der UniNews durchlesen oder sich das schon etwas ältere Netzpolitik-Interview mit Roger Dingledine anschauen.

Um den Nutzer zu schützen, ist es wichtig, Anonymität wiederherzustellen. Mit dem Sicherheitsprogramm Tor ist es möglich, anonym durch das Internet zu surfen. Der Trick: Die Anfrage des Nutzers wird nicht direkt an den gewünschten Server weitergeleitet, sondern wird über drei andere Router umgeleitet. So ist es nicht mehr nachvollziehbar, von wem aus die Anfrage kam oder wo sie hingeleitet werden soll (siehe Abbildung). Durch jede Weiterleitung erfolgt schichtweise eine weitere Verschlüsselung. Das System gleicht einer Zwiebel, daher auch der Name „Onion Router“ (weitere Informationen über Tor finden Sie hier…).

Tags:, ,

AlertMap

RSOE EDIS, eine gemeinnützige Organisation aus Ungarn, hat auf ihrer Seite eine AlertMap eingebaut. Auf dieser sind Katastrophen, die sich gerade in aller Welt ereignen, zu sehen (via).

Tags:, ,

Eigenfactor.org - wissenschaftliches Ranking

Nachdem ich gestern das spielerische Wordle entdeckt habe, folgte heute eigenfactor.org. Dabei handelt es sich um eine Seite, die mit einem Algorithmus wissenschaftliche Artikel nach Zitathäufigkeit rankt und in Schaubilder fassen hilft. Ich bin gespannt, wie es mit diesem Projekt weitergeht: 

The scholarly literature forms a vast network of academic papers connected to one another by citations in bibliographies and footnotes [1]. The structure of this network reflects millions of decisions by individual scholars about which papers are important and relevant to their own work. Therefore within the structure of this network is a wealth of information about the relative influence of individual journals, and also about the patterns of relations among academic disciplines. Our aim at eigenfactor.org is develop ways of extracting this information.

Borrowing methods from network theory, eigenfactor.org ranks the influence of journals much as Google’s PageRank algorithm ranks the influence of web pages [2]. By this approach, journals are considered to be influential if they are cited often by other influential journals. Iterative ranking schemes of this type, known as eigenvector centrality methods [3], are notoriously sensitive to “dangling nodes” and “dangling clusters”: nodes or groups of nodes which link seldom if at all to other parts of the network. Eigenfactor modifies the basic eigenvector centrality algorithm to overcome these problems and to better handle certain peculiarities of journal citation data.

Tags:, ,

The birth of the Computer

TED Talk von Geoge Dyson (Historiker und Philosoph):

Tags:, , , ,

Nächste Seite »

blogoscoop